LF 10

Das neue LF 10 der Löscheinheit Stiepel

Löschfahrzeuge mittlerer Größe vom Typ LF 10 bilden das Rückgrat der Freiwilligen Feuerwehr Bochum. Das LF 10 ist ein Löschfahrzeug, welches überwiegend zur Brandbekämpfung, zum Fördern von Wasser sowie zur Durchführung einfacher technischer Hilfeleistung eingesetzt wird. Es stellt die feuerwehrtechnische Beladung für die Besatzung zur Verfügung. Diese Besatzung besteht aus einer Löschgruppe (Gruppenführer und 8 Feuerwehrmänner/ -frauen) und bildet eine selbstständige taktische Einheit.

 

Das neue LF 10 der Löscheinheit Stiepel hat ein breites, auf die örtlichen Gegebenheiten angepasstes, Einsatzspektrum. Es besitzt eine von Fahrzeugmotor angetriebene Feuerlöschkreiselpumpe FPN 10-2000. Mit dieser leistungsgesteigerten Version lassen sich, abweichend von der Norm, 2000 Liter Wasser pro Minute bei einem Ausgangsdruck von 10 bar fördern. Das Wasser kann dabei je nach einsatzbedingten Erfordernissen wahlweise aus dem im Fahrzeug eingebauten 1600 Liter Löschwasserbehälter, dem öffentlichen Hydrantennetz oder aber aus einem offenen Gewässer z. B. der Ruhr entnommen werden.

Um auch besonderen Einsatzanforderungen, die durch das ländlich geprägte Ruhrtal oder den Kemnader See vorgegeben sind, gerecht zu werden, ist das LF 10 der Löscheinheit Stiepel geländefähig. Mit permanentem Allradantrieb, zwei Differentialsperren und einer größeren Bodenfreiheit ist es in der Lage unwegsames Gelände zu befahren. Neben dem angebauten pneumatischen Xenon-Lichtmast verfügt das LF 10 über einen weiteren mobilen Lichtmast zur Ausleuchtung einer Einsatzstelle.

In der Mannschaftskabine sind zwei Sitzplätze mit umluftunabhängigen Atemschutzgeräten ausgestattet. Der Angriffstrupp kann sich so erforderlichenfalls auf der Anfahrt zur Einsatzstelle mit Atemschutzgeräten ausrüsten. Den rettungsdienstlich ausgebildeten Kameraden der Löscheinheit Stiepel steht für Erstmaßnahmen an einer Einsatzstelle ein Notfallrucksack mit der Grundausstattung zur erweiterten Ersten Hilfe sowie einem Automatisierten Externen Defibrillator (AED) zur Verfügung.

Der Hersteller Magirus baute das Löschfahrzeug, mit dem aus Aluminium gefertigten Aufbau, innerhalb der 18-monatigen Lieferzeit auf einem IVECO „FireFighting" Fahrgestell auf. Der 6-Zylinder Dieselmotor erfüllt die Euro 5- Abgasnorm und entwickelt mithilfe eines Turboladers eine Leistung von 185 kW (252 PS).

 

Die Fahrzeugbeladung des LF 10 besteht im Wesentlichen aus folgenden Teilen:

  • tragbares 8 kVA Stromaggregat
  • mobiler Lichtmast (2000 W), Leitungsroller mit 50 m Leitung
  • Steckleiter 4-teilig (8,40 m) und Schiebleiter (14,00 m)
  • 14 B-Schläuche, 12 C-Schläuche in Tragekörben
  • B- und C-Strahlrohre sowie ein C-Hohlstrahlrohr
  • Mobiler Rauchverschluss
  • 6 A-Saugschläuche mit Sauggarnitur
  • 120 Liter Schaummittel in Kanistern, Kombinationsschaumrohr, Mittelschaumpistole
  • Motorkettensäge mit Schnittschutzausrüstung
  • Wassersauger
  • Strömungslüfter
  • Verkehrswarn- und Absperrgerät
  • Handwerkzeugkasten
  • Kohlendioxid Löscher, ABC-Pulverlöscher, Kübelspritze, Löschdecke
  • Krankentrage, Notfallrucksack mit AED

 

Fahrzeug Daten „MAGIRUS LF 10":

Antrieb: Permanenter Allradantrieb, 2 Differentialsperren

Getriebe: vollsynchronisiertes 6-Gang Getriebe

Höchstgeschwindigkeit: 100 km/h

Motorleistung: 185 kW (252 PS)

Länge: 7770 mm

Breite: 2500 mm

Höhe: 3200 mm

Radstand: 3915 mm

Zul. Gesamtmasse: 15 000 kg